Tatsache, dass nach § 31 JGG stets eine einheitliche Jugendstrafe – ohne gesonderte Auswerfung der einzelnen Strafmaße – gebildet wird, ist ein Abstellen auf die Einzelverurteilungen nicht möglich. „Eine Jugendstrafe“ im Sinne von § 54 Nr. 1 AufenthG ist daher die letzte – einheitliche – Verurteilung; die Voraussetzungen des § 54 Nr. 1 AufenthG können daher auch im Fall nachträglicher Einheitsjugendstrafenbildung gemäß § 31 Abs. 2 JGG erfüllt sein.3. Ausweisungsschutz nach § 56 Abs. 1 Nr. 4 AufenthG genießen im Fall einer Inhaftierung regelmäßig nur Ausländer, die schon einmal – wenn auch unterbrochen durch Haft – in einer familiären Lebensgemeinschaft gelebt haben und nach der Haftentlassung an diese familiäre Lebensgemeinschaft angeknüpft wird.

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