Staatsanwaltschaft Trier beantragt Erlass eines Strafbefehls gegen den Fahrer eines Lkws wegen fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den StraßenverkehrAm 06.06.2009 ereignete sich auf der Eifelquerbahn bei Hohenfels-Essingen ein…

(vdsra)  Staatsanwaltschaft Trier beantragt Erlass eines Strafbefehls gegen den Fahrer eines Lkws wegen fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr
Am 06.06.2009 ereignete sich auf der Eifelquerbahn bei Hohenfels-Essingen ein Unfall, an dem ein Lastkraftwagen sowie ein Schienenbus der Vulkan-Eifel-Bahn GmbH beteiligt waren. Nach Abschluss der Ermittlungen hält die Staatsanwaltschaft Trier folgenden Ablauf für hinreichend wahrscheinlich:

Gegen 09:15 Uhr befuhr der Angeschuldigte mit einem unbeladenen Lastkraftwagen mit Anhänger die K 35 aus Richtung Hohenfels kommend in Richtung Hinterweiler. Er näherte sich einem unbeschrankten Bahnübergang, der bereits ab der Einmündung zur B 410 durch entsprechende Verkehrszeichen angekündigt wird. Etwa 100 Meter vor dem Bahnübergang ist die zulässige Geschwindigkeit auf 20 km/h beschränkt. Nach den Feststellungen des eingeholten Sachverständigengutachtens versuchte der Angeschuldigte den Bahnübergang mit einer Geschwindigkeit von zirka 50 km/h zu überqueren und beachtete daher nicht die Vorfahrt des sich aus Richtung Gerolstein nähernden Schienenbusses. Trotz der von dem Triebfahrzeugführer eingeleiteten Notbremsung prallte der Triebwagen auf den Lkw des Angeschuldigten, wurde im Frontbereich aufgerissen und entgleiste. 35 Insassen des Schienenbusses erlitten Verletzungen. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 350.000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft Trier hat wegen dieses Sachverhaltes den Erlass eines Strafbefehles wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs und der fahrlässigen Körperverletzung bei dem Amtsgericht in Daun beantragt. Gegen den Angeschuldigten soll eine Geldstrafe in Höhe von 180 Tagessätzen zu je 40 Euro verhängt und seine Fahrerlaubnis entzogen werden.

Der Angeschuldigte hat die Möglichkeit, gegen den Strafbefehl binnen einer Frist von 2 Wochen nach Zustellung Einspruch einzulegen. Legt er Einspruch ein, kommt es zu einer Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht in Daun. Legt er keinen Einspruch ein, steht der Strafbefehl einem rechtskräftigen Urteil gleich.

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  • Veröffentlicht: 01.04.2010