Kontakt

Deutscher Strafverteidiger Verband e.V. (DSV)
Karl-Ulrich-Str. 3, 67547 Worms
Tel: 06241/93800-50
Fax: 06241/93800-58

Mail schreiben
www.deutscher-strafverteidigerverband.de

 
 

Hohe Freiheitsstrafe im Prozess um eine im Keller versteckte Leiche

 

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und…

(vdsra)  Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und zwei Wochen verurteilt. Gleichzeit wurde die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet.

Die Kammer kam unter anderem zu folgenden Feststellungen:

In den frühen Morgenstunden des 12. Juni 2009 kam es zu einer verbalen und körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem erheblich alkoholisierten Angeklagten und der 27-jährigen Marion L. in seiner Wohnung in Berlin-Höhenschonhausen, in deren Verlauf der Angeklagte die Geschädigte bis zur Bewusstlosigkeit würgte, sie im bewusstlosen Zustand ins Badezimmer brachte und dort mit drei Messerstichen tötete. Nachdem er es aufgegeben hatte, die Leiche zu zerstückeln, versteckte er den Leichnam im Keller seines Wohnhauses. Sechs Wochen später wurde die Leiche gefunden.

Aufgrund der geständigen Einlassung des Angeklagten bei seinen polizeilichen Vernehmungen, die über Zeugenaussagen der Vernehmungsbeamten in die Hauptverhandlung eingeführt wurde, sowie unter anderem aufgrund der sichergestellten DNA-Spuren im Keller und in der Wohnung des Angeklagten, sei die Kammer zu der Überzeugung gekommen, dass der Angeklagte die Tat begangen habe, führte der Vorsitzende in der mündlichen Urteilsbegründung an. Entgegen der Anklageschrift sei die Tat allerdings nicht als Mord zu werten, sondern stelle einen Totschlag dar. Das Mordmerkmal „um eine andere Straftat zu verdecken“ sei im vorliegenden Fall nicht gegeben, da das gesamte Tatgeschehen als eine Handlung zu werten sei und eine Zäsur zwischen dem ersten Würgen und den Stichen nicht vorlegen habe.

Bei der Strafzumessung führte das Gericht unter anderem zugunsten des Angeklagten an, dass er bei seinen polizeilichen Vernehmungen geständig gewesen sei und eine alkoholbedingte Enthemmung vorgelegen habe. Zu Lasten des Angeklagten sei u. a. zu berücksichtigen, dass die Tat aufgrund eines nichtigen Anlasses geschehen sei.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es kann binnen einer Woche mit dem Rechtsmittel der Revision zum Bundesgerichtshof angefochten werden.

Presseberichtserstattung vom 15. Juni 2009 bis 15. Januar 2010
Landgericht Berlin – Urteil vom 23. Februar 2010, Az.: (532) 1 Kap Js 1278/09 Ks (17/09)

 
 
 
 

Kontakt

Deutscher Strafverteidiger Verband e.V. (DSV)
Karl-Ulrich-Str. 3, 67547 Worms
Tel: 06241/93800-50
Fax: 06241/93800-58

Mail schreiben
www.deutscher-strafverteidigerverband.de

 
 

Hohe Freiheitsstrafe im Prozess um eine im Keller versteckte Leiche

 

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und…

(vdsra)  Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und zwei Wochen verurteilt. Gleichzeit wurde die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet.

Die Kammer kam unter anderem zu folgenden Feststellungen:

In den frühen Morgenstunden des 12. Juni 2009 kam es zu einer verbalen und korperlichen Auseinandersetzung zwischen dem erheblich alkoholisierten Angeklagten und der 27-jahrigen Marion L. in seiner Wohnung in Berlin-Hohenschonhausen, in deren Verlauf der Angeklagte die Geschadigte bis zur Bewusstlosigkeit würgte, sie im bewusstlosen Zustand ins Badezimmer brachte und dort mit drei Messerstichen totete. Nachdem er es aufgegeben hatte, die Leiche zu zerstückeln, versteckte er den Leichnam im Keller seines Wohnhauses. Sechs Wochen spater wurde die Leiche gefunden.

Aufgrund der gestandigen Einlassung des Angeklagten bei seinen polizeilichen Vernehmungen, die über Zeugenaussagen der Vernehmungsbeamten in die Hauptverhandlung eingeführt wurde, sowie unter anderem aufgrund der sichergestellten DNA-Spuren im Keller und in der Wohnung des Angeklagten, sei die Kammer zu der Uberzeugung gekommen, dass der Angeklagte die Tat begangen habe, führte der Vorsitzende in der mündlichen Urteilsbegründung an. Entgegen der Anklageschrift sei die Tat allerdings nicht als Mord zu werten, sondern stelle einen Totschlag dar. Das Mordmerkmal ,um eine andere Straftat zu verdecken“ sei im vorliegenden Fall nicht gegeben, da das gesamte Tatgeschehen als eine Handlung zu werten sei und eine Zasur zwischen dem ersten Würgen und den Stichen nicht vorlegen habe.

Bei der Strafzumessung führte das Gericht unter anderem zugunsten des Angeklagten an, dass er bei seinen polizeilichen Vernehmungen gestandig gewesen sei und eine alkoholbedingte Enthemmung vorgelegen habe. Zu Lasten des Angeklagten sei u. a. zu berücksichtigen, dass die Tat aufgrund eines nichtigen Anlasses geschehen sei.

Das Urteil ist nicht rechtskraftig. Es kann binnen einer Woche mit dem Rechtsmittel der Revision zum Bundesgerichtshof angefochten werden.

Presseberichtserstattung vom 15. Juni 2009 bis 15. Januar 2010
Landgericht Berlin – Urteil vom 23. Februar 2010, Az.: (532) 1 Kap Js 1278/09 Ks (17/09)

 
 
 
 

Kontakt

Deutscher Strafverteidiger Verband e.V. (DSV)
Karl-Ulrich-Str. 3, 67547 Worms
Tel: 06241/93800-50
Fax: 06241/93800-58

Mail schreiben
www.deutscher-strafverteidigerverband.de

 
 

Hohe Freiheitsstrafe im Prozess um eine im Keller versteckte Leiche

 

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und…

(vdsra)  Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und zwei Wochen verurteilt. Gleichzeit wurde die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet.Die Kammer kam unter anderem zu folgenden Feststellungen:In den frühen Morgenstunden des 12. Juni 2009 kam es zu einer verbalen und korperlichen Auseinandersetzung zwischen dem erheblich alkoholisierten Angeklagten und der 27-jahrigen Marion L. in seiner Wohnung in Berlin-Hohenschonhausen, in deren Verlauf der Angeklagte die Geschadigte bis zur Bewusstlosigkeit würgte, sie im bewusstlosen Zustand ins Badezimmer brachte und dort mit drei Messerstichen totete. Nachdem er es aufgegeben hatte, die Leiche zu zerstückeln, versteckte er den Leichnam im Keller seines Wohnhauses. Sechs Wochen spater wurde die Leiche gefunden.Aufgrund der gestandigen Einlassung des Angeklagten bei seinen polizeilichen Vernehmungen, die über Zeugenaussagen der Vernehmungsbeamten in die Hauptverhandlung eingeführt wurde, sowie unter anderem aufgrund der sichergestellten DNA-Spuren im Keller und in der Wohnung des Angeklagten, sei die Kammer zu der Uberzeugung gekommen, dass der Angeklagte die Tat begangen habe, führte der Vorsitzende in der mündlichen Urteilsbegründung an. Entgegen der Anklageschrift sei die Tat allerdings nicht als Mord zu werten, sondern stelle einen Totschlag dar. Das Mordmerkmal „um eine andere Straftat zu verdecken“ sei im vorliegenden Fall nicht gegeben, da das gesamte Tatgeschehen als eine Handlung zu werten sei und eine Zasur zwischen dem ersten Würgen und den Stichen nicht vorlegen habe.Bei der Strafzumessung führte das Gericht unter anderem zugunsten des Angeklagten an, dass er bei seinen polizeilichen Vernehmungen gestandig gewesen sei und eine alkoholbedingte Enthemmung vorgelegen habe. Zu Lasten des Angeklagten sei u. a. zu berücksichtigen, dass die Tat aufgrund eines nichtigen Anlasses geschehen sei.Das Urteil ist nicht rechtskraftig. Es kann binnen einer Woche mit dem Rechtsmittel der Revision zum Bundesgerichtshof angefochten werden.Presseberichtserstattung vom 15. Juni 2009 bis 15. Januar 2010Landgericht Berlin – Urteil vom 23. Februar 2010, Az.: (532) 1 Kap Js 1278/09 Ks (17/09)

 
 
 
 

Kontakt

Deutscher Strafverteidiger Verband e.V. (DSV)
Karl-Ulrich-Str. 3, 67547 Worms
Tel: 06241/93800-50
Fax: 06241/93800-58

Mail schreiben
www.deutscher-strafverteidigerverband.de

 
 

Hohe Freiheitsstrafe im Prozess um eine im Keller versteckte Leiche

 

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und…

(vdsra)  Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und zwei Wochen verurteilt. Gleichzeit wurde die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet.

Die Kammer kam unter anderem zu folgenden Feststellungen:

In den frühen Morgenstunden des 12. Juni 2009 kam es zu einer verbalen und körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem erheblich alkoholisierten Angeklagten und der 27-jährigen Marion L. in seiner Wohnung in Berlin-Höhenschonhausen, in deren Verlauf der Angeklagte die Geschädigte bis zur Bewusstlosigkeit würgte, sie im bewusstlosen Zustand ins Badezimmer brachte und dort mit drei Messerstichen tötete. Nachdem er es aufgegeben hatte, die Leiche zu zerstückeln, versteckte er den Leichnam im Keller seines Wohnhauses. Sechs Wochen später wurde die Leiche gefunden.

Aufgrund der geständigen Einlassung des Angeklagten bei seinen polizeilichen Vernehmungen, die über Zeugenaussagen der Vernehmungsbeamten in die Hauptverhandlung eingeführt wurde, sowie unter anderem aufgrund der sichergestellten DNA-Spuren im Keller und in der Wohnung des Angeklagten, sei die Kammer zu der Überzeugung gekommen, dass der Angeklagte die Tat begangen habe, führte der Vorsitzende in der mündlichen Urteilsbegründung an. Entgegen der Anklageschrift sei die Tat allerdings nicht als Mord zu werten, sondern stelle einen Totschlag dar. Das Mordmerkmal „um eine andere Straftat zu verdecken“ sei im vorliegenden Fall nicht gegeben, da das gesamte Tatgeschehen als eine Handlung zu werten sei und eine Zäsur zwischen dem ersten Würgen und den Stichen nicht vorlegen habe.

Bei der Strafzumessung führte das Gericht unter anderem zugunsten des Angeklagten an, dass er bei seinen polizeilichen Vernehmungen geständig gewesen sei und eine alkoholbedingte Enthemmung vorgelegen habe. Zu Lasten des Angeklagten sei u. a. zu berücksichtigen, dass die Tat aufgrund eines nichtigen Anlasses geschehen sei.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es kann binnen einer Woche mit dem Rechtsmittel der Revision zum Bundesgerichtshof angefochten werden.

Presseberichtserstattung vom 15. Juni 2009 bis 15. Januar 2010
Landgericht Berlin – Urteil vom 23. Februar 2010, Az.: (532) 1 Kap Js 1278/09 Ks (17/09)

Informationen:

  • Veröffentlicht: 23.02.2010 00:00
 
 
 
 

Kontakt

Deutscher Strafverteidiger Verband e.V. (DSV)
Karl-Ulrich-Str. 3, 67547 Worms
Tel: 06241/93800-50
Fax: 06241/93800-58

Mail schreiben
www.deutscher-strafverteidigerverband.de

 
 

Hohe Freiheitsstrafe im Prozess um eine im Keller versteckte Leiche

 

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und…

(vdsra)  Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und zwei Wochen verurteilt. Gleichzeit wurde die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet.

Die Kammer kam unter anderem zu folgenden Feststellungen:

In den frühen Morgenstunden des 12. Juni 2009 kam es zu einer verbalen und körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem erheblich alkoholisierten Angeklagten und der 27-jährigen Marion L. in seiner Wohnung in Berlin-Höhenschonhausen, in deren Verlauf der Angeklagte die Geschädigte bis zur Bewusstlosigkeit würgte, sie im bewusstlosen Zustand ins Badezimmer brachte und dort mit drei Messerstichen tötete. Nachdem er es aufgegeben hatte, die Leiche zu zerstückeln, versteckte er den Leichnam im Keller seines Wohnhauses. Sechs Wochen später wurde die Leiche gefunden.

Aufgrund der geständigen Einlassung des Angeklagten bei seinen polizeilichen Vernehmungen, die über Zeugenaussagen der Vernehmungsbeamten in die Hauptverhandlung eingeführt wurde, sowie unter anderem aufgrund der sichergestellten DNA-Spuren im Keller und in der Wohnung des Angeklagten, sei die Kammer zu der Überzeugung gekommen, dass der Angeklagte die Tat begangen habe, führte der Vorsitzende in der mündlichen Urteilsbegründung an. Entgegen der Anklageschrift sei die Tat allerdings nicht als Mord zu werten, sondern stelle einen Totschlag dar. Das Mordmerkmal „um eine andere Straftat zu verdecken“ sei im vorliegenden Fall nicht gegeben, da das gesamte Tatgeschehen als eine Handlung zu werten sei und eine Zäsur zwischen dem ersten Würgen und den Stichen nicht vorlegen habe.

Bei der Strafzumessung führte das Gericht unter anderem zugunsten des Angeklagten an, dass er bei seinen polizeilichen Vernehmungen geständig gewesen sei und eine alkoholbedingte Enthemmung vorgelegen habe. Zu Lasten des Angeklagten sei u. a. zu berücksichtigen, dass die Tat aufgrund eines nichtigen Anlasses geschehen sei.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es kann binnen einer Woche mit dem Rechtsmittel der Revision zum Bundesgerichtshof angefochten werden.

Presseberichtserstattung vom 15. Juni 2009 bis 15. Januar 2010
Landgericht Berlin – Urteil vom 23. Februar 2010, Az.: (532) 1 Kap Js 1278/09 Ks (17/09)

Informationen:

  • Veröffentlicht: 23.02.2010 00:00
 
 
 
 

Kontakt

Deutscher Strafverteidiger Verband e.V. (DSV)
Karl-Ulrich-Str. 3, 67547 Worms
Tel: 06241/93800-50
Fax: 06241/93800-58

Mail schreiben
www.deutscher-strafverteidigerverband.de

 
 

Hohe Freiheitsstrafe im Prozess um eine im Keller versteckte Leiche

 

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und…

(vdsra)  Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und zwei Wochen verurteilt. Gleichzeit wurde die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet.

Die Kammer kam unter anderem zu folgenden Feststellungen:

In den frühen Morgenstunden des 12. Juni 2009 kam es zu einer verbalen und körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem erheblich alkoholisierten Angeklagten und der 27-jährigen Marion L. in seiner Wohnung in Berlin-Höhenschonhausen, in deren Verlauf der Angeklagte die Geschädigte bis zur Bewusstlosigkeit würgte, sie im bewusstlosen Zustand ins Badezimmer brachte und dort mit drei Messerstichen tötete. Nachdem er es aufgegeben hatte, die Leiche zu zerstückeln, versteckte er den Leichnam im Keller seines Wohnhauses. Sechs Wochen später wurde die Leiche gefunden.

Aufgrund der geständigen Einlassung des Angeklagten bei seinen polizeilichen Vernehmungen, die über Zeugenaussagen der Vernehmungsbeamten in die Hauptverhandlung eingeführt wurde, sowie unter anderem aufgrund der sichergestellten DNA-Spuren im Keller und in der Wohnung des Angeklagten, sei die Kammer zu der Überzeugung gekommen, dass der Angeklagte die Tat begangen habe, führte der Vorsitzende in der mündlichen Urteilsbegründung an. Entgegen der Anklageschrift sei die Tat allerdings nicht als Mord zu werten, sondern stelle einen Totschlag dar. Das Mordmerkmal „um eine andere Straftat zu verdecken“ sei im vorliegenden Fall nicht gegeben, da das gesamte Tatgeschehen als eine Handlung zu werten sei und eine Zäsur zwischen dem ersten Würgen und den Stichen nicht vorlegen habe.

Bei der Strafzumessung führte das Gericht unter anderem zugunsten des Angeklagten an, dass er bei seinen polizeilichen Vernehmungen geständig gewesen sei und eine alkoholbedingte Enthemmung vorgelegen habe. Zu Lasten des Angeklagten sei u. a. zu berücksichtigen, dass die Tat aufgrund eines nichtigen Anlasses geschehen sei.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es kann binnen einer Woche mit dem Rechtsmittel der Revision zum Bundesgerichtshof angefochten werden.

Presseberichtserstattung vom 15. Juni 2009 bis 15. Januar 2010
Landgericht Berlin – Urteil vom 23. Februar 2010, Az.: (532) 1 Kap Js 1278/09 Ks (17/09)

Informationen:

  • Veröffentlicht: 23.02.2010 00:00
 
 
 
 

Kontakt

Deutscher Strafverteidiger Verband e.V. (DSV)
Karl-Ulrich-Str. 3, 67547 Worms
Tel: 06241/93800-50
Fax: 06241/93800-58

Mail schreiben
www.deutscher-strafverteidigerverband.de

 
 

Hohe Freiheitsstrafe im Prozess um eine im Keller versteckte Leiche

 

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und…

(vdsra)  Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Berlin hat heute den Angeklagten wegen Totschlages unter Einbeziehung von fünf Einzelstrafen aus einem Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und zwei Wochen verurteilt. Gleichzeit wurde die Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet.

Die Kammer kam unter anderem zu folgenden Feststellungen:

In den frühen Morgenstunden des 12. Juni 2009 kam es zu einer verbalen und körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem erheblich alkoholisierten Angeklagten und der 27-jährigen Marion L. in seiner Wohnung in Berlin-Höhenschonhausen, in deren Verlauf der Angeklagte die Geschädigte bis zur Bewusstlosigkeit würgte, sie im bewusstlosen Zustand ins Badezimmer brachte und dort mit drei Messerstichen tötete. Nachdem er es aufgegeben hatte, die Leiche zu zerstückeln, versteckte er den Leichnam im Keller seines Wohnhauses. Sechs Wochen später wurde die Leiche gefunden.

Aufgrund der geständigen Einlassung des Angeklagten bei seinen polizeilichen Vernehmungen, die über Zeugenaussagen der Vernehmungsbeamten in die Hauptverhandlung eingeführt wurde, sowie unter anderem aufgrund der sichergestellten DNA-Spuren im Keller und in der Wohnung des Angeklagten, sei die Kammer zu der Überzeugung gekommen, dass der Angeklagte die Tat begangen habe, führte der Vorsitzende in der mündlichen Urteilsbegründung an. Entgegen der Anklageschrift sei die Tat allerdings nicht als Mord zu werten, sondern stelle einen Totschlag dar. Das Mordmerkmal „um eine andere Straftat zu verdecken“ sei im vorliegenden Fall nicht gegeben, da das gesamte Tatgeschehen als eine Handlung zu werten sei und eine Zäsur zwischen dem ersten Würgen und den Stichen nicht vorlegen habe.

Bei der Strafzumessung führte das Gericht unter anderem zugunsten des Angeklagten an, dass er bei seinen polizeilichen Vernehmungen geständig gewesen sei und eine alkoholbedingte Enthemmung vorgelegen habe. Zu Lasten des Angeklagten sei u. a. zu berücksichtigen, dass die Tat aufgrund eines nichtigen Anlasses geschehen sei.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es kann binnen einer Woche mit dem Rechtsmittel der Revision zum Bundesgerichtshof angefochten werden.

Presseberichtserstattung vom 15. Juni 2009 bis 15. Januar 2010
Landgericht Berlin – Urteil vom 23. Februar 2010, Az.: (532) 1 Kap Js 1278/09 Ks (17/09)

Informationen:

  • Veröffentlicht: 23.02.2010