, Beschluss vom 08.11.2019

Pres­se­mit­tei­lung des BGH, Nr. 144/2019, vom 08.11.2019

Ver­ur­tei­lung von zwei Foto­gra­fen im “Fall Grö­ne­mey­er” rechts­kräf­tig

Beschluss vom 22. Okto­ber 2019 – 2 StR 292/19

Das Land­ge­richt Köln hat die Ange­klag­ten I. und K. wegen fal­scher Ver­däch­ti­gung (§ 164 StGB) jeweils zu einem Jahr Frei­heits­stra­fe, deren Voll­stre­ckung zur Bewäh­rung aus­ge­setzt wur­de, sowie wegen uneid­li­cher Falsch­aus­sa­ge (§ 153 StGB) jeweils zu einer Geld­stra­fe von 90 Tages­sät­zen ver­ur­teilt.

Nach den Urteils­fest­stel­lun­gen kam es am 21. Dezem­ber 2015 auf dem Flug­ha­fen Köln-Bonn zu einem Auf­ein­an­der­tref­fen der als Foto­gra­fen von einer auf soge­nann­te Pro­mi­fo­tos spe­zia­li­sier­ten Agen­tur beauf­trag­ten Ange­klag­ten und Herrn Her­bert Grö­ne­mey­er, den die Ange­klag­ten durch das Foto­gra­fie­ren sei­ner Beglei­te­rin pro­vo­zie­ren und des­sen Reak­ti­on sie mit einer Video­ka­me­ra fest­hal­ten woll­ten. Wenig spä­ter erstat­te­ten die Ange­klag­ten Straf­an­zei­ge, in der sie bewusst wahr­heits­wid­rig anga­ben, Herr Grö­ne­mey­er habe den Ange­klag­ten K. geschla­gen, gewürgt und ver­letzt sowie den Ange­klag­ten I. grund­los und ohne dass die­ser sich eines Angriffs ver­sah mit einer Tasche geschla­gen (was u.a. zu einer Augen­ver­let­zung geführt habe), sodann eben­falls gewürgt und auf den Boden gedrückt. Fer­ner haben sie die Gescheh­nis­se am Flug­ha­fen in einem dies­be­züg­li­chen Zivil­ver­fah­ren als Zeu­gen bewusst unwahr dar­ge­stellt.

Der 2. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat die Revi­sio­nen bei­der Ange­klag­ter gegen das Urteil des Lan­des­ge­richts Köln vom 7. März 2019 durch Beschluss vom 22. Okto­ber 2019 ver­wor­fen. Das Urteil ist damit gegen bei­de Ange­klag­ten rechts­kräf­tig.

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Köln – Urteil vom 7. März 2019 – 101 KLs 7/17

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2019&Sort=3&nr=101102&pos=0&anz=144