a) § 62 Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 Auf­en­thG ent­hält einen ein­heit­li­chen Haft­grund der Flucht­ge­fahr, der durch die Kri­te­ri­en des § 2 Abs. 14 Auf­en­thG gesetz­lich näher aus­ge­formt ist.

b) Das Beschwer­de­ge­richt muss den Betrof­fe­nen grund­sätz­lich nicht erneut anhö­ren, wenn es die ange­ord­ne­te Siche­rungs­haft auf einen ande­ren der in § 2 Abs. 14 Nr. 1 bis 6 Auf­en­thG fest­ge­leg­ten Anhalts­punk­te für das Vor­lie­gen von Flucht­ge­fahr stüt­zen will, als es das Amts­ge­richt getan hat. Anders ist es, wenn zur Aus­fül­lung des Begriffs der Flucht­ge­fahr ein neu­er Sach­ver­halt ein­ge­führt wird, zu dem sich der Betrof­fe­ne noch nicht per­sön­lich äußern konn­te.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=80937&pos=5&anz=536