BGH, Beschluss vom 19.07.2022, AZ 2 StR 564/21

Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hofs, Nr. 112/2022, vom 19.07.2022

Bun­des­ge­richts­hof bestä­tigt die Ver­ur­tei­lung einer Ange­klag­ten und ihres Soh­nes wegen Mor­des durch das Land­ge­richt Darmstadt

Beschluss vom 5. Juli 2022 — 2 StR 564/21

Das Land­ge­richt Darm­stadt hat die 50-jäh­ri­ge Ange­klag­te und ihren 26-jäh­ri­gen Sohn wegen Mor­des zu lebens­lan­ger Frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt und bei der Ange­klag­ten die beson­de­re Schwe­re der Schuld festgestellt.

Nach den Fest­stel­lun­gen hat­te das Tat­op­fer seit vie­len Jah­ren voll­stän­dig iso­liert im Haus­halt der bei­den Ange­klag­ten und wei­te­rer Per­so­nen gelebt. Dort wur­de es von der domi­nan­ten Ange­klag­ten viel­fach miss­han­delt. Nach­dem die Frau den Haus­halt der Ange­klag­ten nicht mehr ver­sor­gen konn­te und sie von bei­den Ange­klag­ten auf­grund ihres kör­per­li­chen Ver­falls nur noch als Stör­fak­tor emp­fun­den wur­de, erstick­te der Ange­klag­te auf Anwei­sung sei­ner bei der Tat anwe­sen­den Mut­ter am 9. August 2016 das ahnungs­lo­se Opfer mit einem Plastikmüllbeutel.

Der zustän­di­ge 2. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat die mit Rüge der Ver­let­zung for­mel­len und mate­ri­el­len Rechts begrün­de­te Revi­si­on der Ange­klag­ten ver­wor­fen. Die durch die Rechts­mit­tel ver­an­lass­te Über­prü­fung des Urteils hat kei­nen Rechts­feh­ler erge­ben. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Vor­in­stanz:
LG Darm­stadt — Urteil vom 23. Juli 2021 – 200 Js 58859/19 2 Ks 

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