, Beschluss vom 28.11.2019

Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hof Nr. 154/2019 vom 28.11.2019

Bun­des­ge­richts­hof bestä­tigt Ver­ur­tei­lung eines Schwimm­leh­rers wegen sexu­el­len Miss­brauchs sei­ner Schwimm­schü­le­rin­nen zu einer lang­jäh­ri­gen Frei­heits­stra­fe

Beschluss vom 24. Okto­ber 2019 – 4 StR 200/19

Das Land­ge­richt Baden-Baden hat­te den Ange­klag­ten u.a. wegen – zum Teil schwe­ren – sexu­el­len Miss­brauchs von Kin­dern in 133 Fäl­len sowie wegen Her­stel­lens kin­der­por­no­gra­phi­scher Schrif­ten zu einer Gesamt­frei­heits­stra­fe von zwölf Jah­ren ver­ur­teilt und sei­ne Unter­brin­gung in der Siche­rungs­ver­wah­rung ange­ord­net. Die abge­ur­teil­ten Straf­ta­ten ver­üb­te der Ange­klag­te wäh­rend sei­ner Tätig­keit als Lei­ter von Kin­der­schwimm­kur­sen in Hal­len­bä­dern in Baden. Betrof­fen von den Sexu­al­de­lik­ten waren 32 Mäd­chen im Alter zwi­schen vier und elf Jah­ren. Die Tat­ge­sche­hen wur­den zum Teil vom Ange­klag­ten gefilmt.

Der 4. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat auf die Revi­si­on des Ange­klag­ten das Urteil zum Schuld­spruch und im Hin­blick auf die ver­häng­te Gesamt­frei­heits­stra­fe von zwölf Jah­ren bestä­tigt. Inso­weit hat sich die Ver­ur­tei­lung als rechts­feh­ler­frei erwie­sen. Die Anord­nung der Unter­brin­gung des Ange­klag­ten in der Siche­rungs­ver­wah­rung hat der Senat indes­sen bean­stan­det, weil die Begrün­dung des Land­ge­richts für das Vor­lie­gen eines Han­ges des Ange­klag­ten zur Bege­hung erheb­li­cher Straf­ta­ten nicht frei von Rechts­feh­lern war. Inso­weit bedarf die Sache noch­ma­li­ger Prü­fung und Ent­schei­dung durch eine ande­re Straf­kam­mer des Land­ge­richts.

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Baden-Baden – Urteil vom 19. Novem­ber 2018 – 3 KLs 203 Js 12275/17 jug.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2019&Sort=3&nr=101651&pos=0&anz=154