BGH, Beschluss vom 03.09.2020, AZ StB 25/20

Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hof, Nr. 117/2020 vom 03.09.2020

Bun­des­ge­richts­hof ver­wirft Beschwer­de gegen die Auf­he­bung einer Pflicht­ver­tei­di­ger­be­stel­lung im Ver­fah­ren betref­fend die Ermor­dung des Dr. Lüb­cke

Beschluss vom 18. August 2020 – StB 25/20

Der 3. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat die sofor­ti­ge Beschwer­de eines Rechts­an­walts gegen die Auf­he­bung sei­ner Bestel­lung zum Pflicht­ver­tei­di­ger im Ver­fah­ren betref­fend die Ermor­dung des ehe­ma­li­gen Kas­se­ler Regie­rungs­prä­si­den­ten Dr. Wal­ter Lüb­cke ver­wor­fen.

Der Vor­sit­zen­de des mit der Sache befass­ten Straf­se­nats des Ober­lan­des­ge­richts Frank­furt hat auf Antrag eines Ange­klag­ten einen die­sem bereits im Ermitt­lungs­ver­fah­ren bestell­ten Pflicht­ver­tei­di­ger abbe­ru­fen, weil das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen dem Ange­klag­ten und dem genann­ten Rechts­an­walt zer­stört sei.

Hier­ge­gen hat sich der ent­pflich­te­te Ver­tei­di­ger im Wege der sofor­ti­gen Beschwer­de an den Bun­des­ge­richts­hof gewandt. Nach der Ent­schei­dung des 3. Straf­se­nats ist der Beschwer­de­füh­rer nicht in eige­nen Rech­ten betrof­fen und somit nicht beschwer­de­be­fugt. Der Senat hat des­halb das Rechts­mit­tel als unzu­läs­sig ver­wor­fen.

Vor­in­stanz:
OLG Frank­furt — 5 — 2 StE 1/20–5a — 3/05 — Beschluss vom 28. Juli 2020

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