BGH, Beschluss vom 08.06.2022, AZ 4 StR 83/22

Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hofs, Nr. 84/2022, vom 08.06.2022

Bun­des­ge­richts­hof ver­wirft Revi­si­on eines Arz­tes gegen das Urteil des Land­ge­richts Bielefeld

Beschluss vom 12. Mai 2022 — 4 StR 83/22

Der 4. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat die Revi­si­on des Ange­klag­ten gegen das Urteil des Land­ge­richts Bie­le­feld verworfen.

Das Land­ge­richt hat den 43 Jah­re alten Ange­klag­ten unter ande­rem wegen schwe­rer Ver­ge­wal­ti­gung in Tat­ein­heit mit gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung in zwei Fäl­len und wegen schwe­ren sexu­el­len Über­griffs zu einer Gesamt­frei­heits­stra­fe von elf Jah­ren ver­ur­teilt und ein lebens­lan­ges Berufs­ver­bot verhängt.

Nach den Urteils­fest­stel­lun­gen ver­ab­reich­te der als Anäs­the­sist in einem Kran­ken­haus ange­stell­te Ange­klag­te Pati­en­tin­nen, die sich einer Ope­ra­ti­on unter­zo­gen hat­ten, anstel­le eines Schmerz­mit­tels ein sedie­ren­des Mit­tel und nahm nach Ein­tritt mas­si­ver Benom­men­heit sexu­el­le Hand­lun­gen an ihnen vor.

Die Über­prü­fung des Urteils hat kei­nen Rechts­feh­ler zum Nach­teil des Ange­klag­ten ergeben.

Das Urteil des Land­ge­richts Bie­le­feld ist damit rechtskräftig.

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Bie­le­feld — Urteil vom 30. Sep­tem­ber 2021 – 02 KLs 6/21 566 Js 3077/20

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