BGH, Beschluss vom 28.05.2020, AZ 3 StR 430/19

1.Der Ange­klag­te hat grund­sätz­lich kei­nen Anspruch auf schrift­li­che Über­set­zung eines nicht rechts­kräf­ti­gen erst­in­stanz­li­chen Straf­ur­teils, wenn er ver­tei­digt ist, er und sein Ver­tei­di­ger bei der Urteils­ver­kün­dung anwe­send waren und dem Ange­klag­ten die Urteils­grün­de durch einen Dol­met­scher münd­lich über­setzt wor­den sind.

2.Ein berech­tig­tes Inter­es­se des Ange­klag­ten an einer schrift­li­chen Über­set­zung des Urteils wird nicht allein dadurch begrün­det, dass nach der Urteils­ver­kün­dung kein Kon­takt zwi­schen ihm und sei­nem Ver­tei­di­ger bestand.

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