, Beschluss vom 16.07.2019

Pres­se­mit­tei­lung des Land­ge­richts Bonn:

Die Ankla­ge der Staats­an­walt­schaft Köln vom 02.04.2019 (Akten­zei­chen 213 Js 41/19) gegen zwei bri­ti­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge wegen der Betei­li­gung an soge­nann­ten Cum/Ex-Geschäf­ten (vgl. Pres­se­mit­tei­lung vom 17.06.2019) ist von der 12. gro­ßen Straf­kam­mer zur Haupt­ver­hand­lung zuge­las­sen wor­den. Gleich­zei­tig wur­de das Haupt­ver­fah­ren gegen die bei­den Ange­klag­ten eröff­net.

Der Vor­sit­zen­de der 12. gro­ßen Straf­kam­mer hat dar­über hin­aus die Ter­mi­ne für die Haupt­ver­hand­lung bestimmt.

Der ers­te Haupt­ver­hand­lungs­tag fin­det am

Mitt­woch, 04.09.2019, 09:30 Uhr,

Erd­ge­schoss, Sit­zungs­saal S 0.11 (Saal­bau), Wil­helm­str. 21, 53111 Bonn

statt. Die bis­lang bestimm­ten Fort­set­zungs­ter­mi­ne begin­nen ab dem 18.09.2019 jeweils um 09.30 Uhr im Sit­zungs­saal S 1.20 (Saal­bau). Der letz­te zur Zeit bestimm­te Ter­min ist der 09.01.2020.

Mög­li­che sit­zungs­po­li­zei­li­che Anord­nun­gen des Vor­sit­zen­den und die Regu­la­ri­en für die Akkre­di­tie­rung von Medi­en­ver­tre­tern wer­den recht­zei­tig geson­dert bekannt gege­ben.

Die Kam­mer hat in ihrem Eröff­nungs­be­schluss meh­re­re Hin­wei­se erteilt. Ins­be­son­de­re wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass für bei­de Ange­klag­te auch ande­re Betei­li­gungs­for­men an den ange­klag­ten Taten in Betracht kom­men. Dar­über hin­aus hat die Kam­mer ange­ord­net, dass ein Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten u.a. zu der Fra­ge ein­ge­holt wer­den soll, wel­che Instru­men­te zur Kurs­si­che­rung am Wert­pa­pier­markt ver­füg­bar sind, wie der Markt dafür aus­sieht und wie der Markt­zu­gang gere­gelt ist.

Die Kam­mer hat dazu u.a. aus­ge­führt:

Für CumEx-Kon­stel­la­tio­nen ist zum Teil prä­gend, dass Akti­en leer ver­kauft wur­den und der Erwer­ber die erwor­be­nen Akti­en nur für kur­ze Zeit hielt. Zur Aus­klam­me­rung des Kurs­ri­si­kos sind dabei viel­fach par­al­lel Ter­min­ge­schäf­te abge­schlos­sen wor­den. Die hier­bei ver­ein­bar­ten Prei­se sind im Rah­men der Haupt­ver­hand­lung dar­auf zu unter­su­chen, ob sie die am Ter­min­markt übli­chen, preis­re­le­van­ten Fak­to­ren abbil­den. Im Fokus steht dabei die Fra­ge, inwie­weit eine wäh­rend der Lauf­zeit erfol­gen­de Divi­den­den­zah­lung im kon­kret ver­ein­bar­ten Preis des Ter­min­ge­schäfts “kor­rekt”, d.h. den für die Preis­bil­dung typi­scher­wei­se gel­ten­den Regeln ent­spre­chend, abge­bil­det ist.”

(Akten­zei­chen 62 KLs 1/19)

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://www.justiz.nrw.de/JM/Presse/presse_weitere/PresseOLGs/16_07_2019_/index.php