, Beschluss vom 16.07.2019

Pres­se­mit­tei­lung des Land­ge­richts Düs­sel­dorf:

Mit Urteil vom 16. Juli 2019 hat die 1. Gro­ße Straf­kam­mer des Land­ge­richts Düs­sel­dorf (001 Ks 5/19) vier Ange­klag­te wegen gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung zu Frei­heits­stra­fen zwi­schen drei und sechs Jah­ren ver­ur­teilt. Nach den Fest­stel­lun­gen des Gerichts bega­ben sich die in Baden-Würt­tem­berg woh­nen­den Ange­klag­ten nach Düs­sel­dorf, wo sie in der Nacht zum 28. August 2018 mit dem spä­ter Geschä­dig­ten zur Bei­le­gung von Strei­tig­kei­ten ein “Frie­dens­ge­spräch” füh­ren woll­ten. Das Tref­fen fand in der Düs­sel­dor­fer Innen­stadt an der Johan­nes­kir­che statt, eska­lier­te jedoch schon bald mit der Fol­ge, dass die Ange­klag­ten dem Geschä­dig­ten bis zur Stein­stra­ße folg­ten, wo er an der Ecke zur Königs­al­lee von drei­en der Ange­klag­ten schwer miss­han­delt und ver­letzt wur­de. Das Ver­fah­ren hat­te nicht zuletzt des­halb Auf­se­hen erregt, weil die Ange­klag­ten, von denen ein­zel­ne frü­her Ver­bin­dun­gen zur Rocker-Sze­ne gehabt hat­ten, in Baden-Würt­tem­berg Mit­glie­der einer freichrist­li­chen Gemein­de waren, die von einem der Ange­klag­ten gelei­tet wur­de.

In der Haupt­ver­hand­lung konn­te das Gericht unter ande­rem auf das Über­wa­chungs­vi­deo eines Schmuck­ge­schäf­tes zurück­grei­fen, auf dem die Miss­hand­lun­gen des Geschä­dig­ten doku­men­tiert waren. Der Kam­mer­vor­sit­zen­de lob­te in sei­ner münd­li­chen Urteils­be­grün­dung aus­drück­lich die Arbeit der Düs­sel­dor­fer Poli­zei. Die­se habe das Tat­ge­sche­hen pro­fes­sio­nell und umfas­send auf­ge­klärt und durch auf­wän­di­ge Detail­ar­beit dafür gesorgt, dass sowohl die Vor­ge­schich­te der Aus­ein­an­der­set­zung als auch das Gesche­hen nach der Tat fest­ge­stellt wer­den konn­ten. Einer der Ange­klag­ten konn­te dar­auf­hin in Spa­ni­en fest­ge­nom­men wer­den und wur­de an die Bun­des­re­pu­blik aus­ge­lie­fert.

Das Urteil ist nicht rechts­kräf­tig. Es besteht das Rechts­mit­tel der Revi­si­on zum Bun­des­ge­richts­hof.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://www.justiz.nrw.de/JM/Presse/presse_weitere/PresseOLGs/16_07_2019_1/index.php