Pres­se­mit­tei­lung des BGH Nr. 159/2018 vom 26.09.2018

Revi­si­on des Ange­klag­ten gegen Urteil des Land­ge­richts Lim­burg wegen schwe­rer Ver­ge­wal­ti­gung u. a. ver­wor­fen

Beschluss vom 19. Sep­tem­ber 2018 – 2 StR 455/17

Das Land­ge­richt Lim­burg hat den Ange­klag­ten unter Frei­spruch im Übri­gen wegen schwe­rer Ver­ge­wal­ti­gung, schwe­ren sexu­el­len Miss­brauchs einer wider­stands­un­fä­hi­gen Per­son, sowie wegen Nöti­gung, jeweils in Tat­ein­heit mit Her­stel­len einer jugend­por­no­gra­phi­schen Schrift mit Rea­li­täts­ge­halt, sowie wegen wei­te­rer Ver­ge­hen zu einer Ein­heits­ju­gend­stra­fe von vier Jah­ren und drei Mona­ten ver­ur­teilt.

Nach den Fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts nötig­te der Ange­klag­te die jugend­li­chen Neben­klä­ge­rin­nen durch Dro­hun­gen, gewalt­sa­mes Ein­flö­ßen von Alko­hol oder unter Aus­nut­zung der durch vor­he­ri­gen Alko­hol­kon­sum her­bei­ge­führ­ten Wider­stands­un­fä­hig­keit zur Dul­dung des Geschlechts­ver­kehrs und film­te das Gesche­hen. Auch von ein­ver­nehm­li­chen sexu­el­len Hand­lun­gen mit wei­te­ren Geschä­dig­ten fer­tig­te er heim­lich Auf­nah­men an und spei­cher­te sie auf einer Fest­plat­te.

Gegen die­ses Urteil hat der Ange­klag­te unbe­schränkt Revi­si­on ein­ge­legt und die tat­ge­richt­li­che Beweis­wür­di­gung als rechts­feh­ler­haft bean­stan­det.

Der Bun­des­ge­richts­hof hat die Revi­si­on des Ange­klag­ten als unbe­grün­det ver­wor­fen, weil das ange­foch­te­ne Urteil des Land­ge­richts Lim­burg kei­nen Rechts­feh­ler zu sei­nem Nach­teil ent­hält.

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Lim­burg an der Lahn — Urteil vom 24. März 2017 — 1 KLs – 3 Js 13051/15

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2018&Sort=3&nr=87928&pos=3&anz=162