BGH, Beschluss vom 11.08.2021, AZ 3 StR 21/21

Aus­ga­be: 8/9/10–2021

1. Unter die Legal­de­fi­ni­ti­on der kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung kön­nen auch Täter­grup­pie­run­gen aus dem Bereich der orga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät eben­so wie sons­ti­ge Zusam­men­schlüs­se aus dem Bereich der Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät fal­len. Erfor­der­lich hier­für ist neben den sons­ti­gen Vor­aus­set­zun­gen, dass der Zusam­men­schluss ein über­ge­ord­ne­tes gemein­sa­mes Inter­es­se ver­folgt. Ledig­lich indi­vi­du­el­le Ein­zel­in­ter­es­sen der Mit­glie­der der Grup­pie­rung genü­gen nicht. Das gemein­sa­me Inter­es­se muss ins­be­son­de­re über die bezweck­te Bege­hung der kon­kre­ten Straf­ta­ten und ein Han­deln um eines per­sön­li­chen mate­ri­el­len Vor­teils wil­len hinausgehen.
2. Zur Ermitt­lung des für eine Ver­ei­ni­gung kon­sti­tu­ti­ven über­ge­ord­ne­ten gemein­sa­men Inter­es­ses kön­nen im Rah­men einer Gesamt­wür­di­gung die äuße­ren Tat­um­stän­de her­an­ge­zo­gen werden.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rech…