BGH, Beschluss vom 28.05.2020, AZ 3 StR 44/20

1.Eine ärzt­li­che Behand­lung, die der Täter ohne Appro­ba­ti­on vor­nimmt, kann nach den von der Recht­spre­chung ent­wi­ckel­ten all­ge­mei­nen Maß­stä­ben ei-ne sexu­el­le Hand­lung im Sin­ne des §184h Nr.1 StGB sein, auch wenn die Behand­lung medi­zi­nisch indi­ziert war und für sich genom­men lege artis vor­ge­nom­men wur­de.

2.Eine Per­son unter sech­zehn Jah­ren kann dem Täter im Rah­men eines Schü­ler­prak­ti­kums anver­traut im Sin­ne des §174 Abs.1 Nr.1 StGB sein.

3.Ein Behand­lungs­ver­hält­nis gemäß §174c Abs.1 StGB setzt kei­ne Appro­ba­ti­on des Täters vor­aus.

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