BGH, Beschluss vom 26.02.2021, AZ 5 StR 401/20

Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hof, Nr. 45/2021, vom 26.02.2021

Urteil des Land­ge­richts Ber­lin wegen Schie­ße­rei in einem Café in Ber­lin-Wed­ding rechtskräftig 

Beschluss vom 19. Janu­ar 2021 – 5 StR 401/20

Der 5. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat die Revi­sio­nen der Ange­klag­ten gegen das Urteil des Land­ge­richts Ber­lin ver­wor­fen, durch das die­se u.a. wegen ver­such­ten Mor­des oder ver­such­ten Tot­schlags zu Frei­heits­stra­fen zwi­schen sie­ben Jah­ren und neun Jah­ren und drei Mona­ten ver­ur­teilt wor­den sind. 

Nach den Fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts kam es am 10. Mai 2017 in dem von einem der Ange­klag­ten betrie­be­nen Café in Wed­ding zu einer Schie­ße­rei unter Ein­satz voll­au­to­ma­ti­scher Waf­fen. Hin­ter­grund der Tat war, dass dem Neben­klä­ger von Per­so­nen aus der orga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät vor­ge­wor­fen wur­de, er habe meh­re­re hun­dert Kilo­gramm Mari­hua­na unter­schla­gen. Er soll­te des­halb zur Rede gestellt und gege­be­nen­falls getö­tet wer­den. Ver­letzt wur­de bei der Schie­ße­rei auf­grund glück­li­cher Umstän­de niemand. 

Der 5. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat die jeweils auf meh­re­re Ver­fah­rens­be­an­stan­dun­gen sowie auf die Rüge der Ver­let­zung mate­ri­el­len Rechts gestütz­ten Revi­sio­nen der Ange­klag­ten ver­wor­fen. Das Urteil ist damit rechtskräftig. 

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Ber­lin – Urteil vom 12. Novem­ber 2019 – (529 Ks) 234 Js 162/17 (11/17)

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