BGH, Beschluss vom 05.08.2020, AZ 6 StR 182/20

Pres­se­mit­tei­lung des BGH, Nr. 107/2020, vom 05.08.2020:

Urteil des Land­ge­richts Nürn­berg-Fürth im Pro­zess um
töd­li­che Stö­ße ins S‑Bahngleis rechts­kräf­tig
Beschluss vom 30. Juli 2020 – 6 StR 182/20

Der 6. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat die Revi­sio­nen der Neben­klä­ger gegen das Urteil des Land­ge­richts Nürn­berg-Fürth vom 18. Dezem­ber 2019 ver­wor­fen.

Das Land­ge­richt Nürn­berg-Fürth hat­te die bei­den zur Tat­zeit 17-jäh­ri­gen Ange­klag­ten wegen Kör­per­ver­let­zung mit Todes­fol­ge zu Jugend­stra­fen von drei Jah­ren und sechs Mona­ten bzw. drei Jah­ren und drei Mona­ten ver­ur­teilt, weil die­se in der Nacht auf den 26. Janu­ar 2019 am Nürn­ber­ger S‑Bahnhof Fran­ken­sta­di­on im Rah­men eines Gedrän­ges zwei 16-jäh­ri­ge Jugend­li­che in das Gleis­bett geschubst hat­ten, die dann von einem durch­fah­ren­den Zug über­rollt wur­den. Ein wei­te­rer ins Gleis­bett gestürz­ter Jugend­li­cher konn­te sich recht­zei­tig vor dem ein­fah­ren­den Zug aus dem Gleis­bett ret­ten.

Das Urteil des Land­ge­richts Nürn­berg-Fürth ist damit rechts­kräf­tig.

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Nürn­berg-Fürth — Urteil vom 18. Dezem­ber 2019 – JKl KLs 601 Js 51129/19 jug

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/recht…