BGH, Beschluss vom 26.03.2021, AZ 6 StR 100/21

Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hofs, Nr. 68/2021, vom 26.03.2021

Urteil des Land­ge­richts Ros­tock wegen Dop­pel­mords eines Soh­nes an sei­nen Eltern rechtskräftig 

Beschluss vom 23. März 2021 – 6 StR 100/21

Das Land­ge­richt Ros­tock hat den Ange­klag­ten wegen Mor­des in zwei tat­ein­heit­li­chen Fäl­len zu einer lebens­lan­gen Frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt und die beson­de­re Schwe­re der Schuld bejaht. 

Nach den Fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts töte­te der noch in sei­nem “Jugend­zim­mer” leben­de 39 Jah­re alte Ange­klag­te in den frü­hen Mor­gen­stun­den des 31. Dezem­ber 2019 sei­ne Eltern. Zunächst schlug er sei­nem schla­fen­den Vater mit einem Ham­mer auf den Kopf, füg­te ihm dann 21 Mes­ser­sti­che zu und stach anschlie­ßend 41 Mal auf sei­ne gera­de erst erwach­te Mut­ter ein. Der Ange­klag­te töte­te sei­ne Eltern aus nied­ri­gen Beweg­grün­den, weil er ihre Auf­for­de­rung, aus­zu­zie­hen, nicht hin­neh­men woll­te. Heim­tü­ckisch han­del­te er, indem er die Arg- und Wehr­lo­sig­keit bei­der Eltern­tei­le bewusst zur Tötung ausnutzte. 

Der 6. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat die Revi­si­on des Ange­klag­ten ver­wor­fen, weil die Über­prü­fung des Urteils kei­nen Rechts­feh­ler zu sei­nem Nach­teil erge­ben hat. Das Urteil ist damit rechtskräftig. 

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Ros­tock ‑Urteil vom 22. Sep­tem­ber 2020 – 13 Ks 56/20 (1)

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