BGH, Beschluss vom 11.10.2022, AZ 6 StR 292/22

Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hofs, Nr. 143/2022, vom 11.10.2022

Urteil des Land­ge­richts Saar­brü­cken im Fall Gre­go­ri­us rechtskräftig

Beschluss vom 4. Okto­ber 2022 – 6 StR 292/22

Das Land­ge­richt Saar­brü­cken hat die bei­den Ange­klag­ten jeweils wegen Mor­des zu lebens­lan­ger Frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt. Der 6. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat die hier­ge­gen gerich­te­ten Revi­sio­nen der Ange­klag­ten verworfen.

Nach den Fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts töte­ten die Ange­klag­ten und ein zwi­schen­zeit­lich ver­stor­be­ner Mit­tä­ter am 17. Sep­tem­ber 1991 den damals 27-jäh­ri­gen Peter Gre­go­ri­us in einem Wald­ge­biet bei Wad­gas­sen. Einer von ihnen hat­te Gre­go­ri­us unter dem Vor­wand, dort ein Dro­gen­ge­schäft mit ihm abwi­ckeln zu wol­len, in den Wald gelockt, wo die ande­ren bei­den ihm auf­lau­er­ten. Alle drei schlu­gen mit einem Stock auf Gre­go­ri­us ein, bis die­ser voll­kom­men wehr­los war. Noch bevor er starb, brach­ten sie ihn zu einer schon vor der Tat zu die­sem Zweck aus­ge­ho­be­nen Gru­be und leg­ten ihn hin­ein. Als der noch röcheln­de Gre­go­ri­us die Hand nach ihnen aus­streck­te, zer­trat einer der Ange­klag­ten des­sen Kehl­kopf. Anschlie­ßend ver­gru­ben sie ihn. Zwei Täter erzähl­ten spä­ter ver­schie­de­nen Per­so­nen von der Tat und führ­ten sie auch zum Tat­ort. Einer von ihnen befürch­te­te des­halb, dass die Tat auf­ge­deckt wer­den könn­te, wes­halb er den Leich­nam von Gre­go­ri­us zu einem nicht näher bekann­ten Zeit­punkt wie­der aus­hob und an einen unbe­kann­ten Ort ver­brach­te. Die Lei­che wur­de nie gefun­den. Erst im Jahr 2020 wand­te sich eine der Per­so­nen, denen die Täter die Tat gestan­den hat­ten, an die Polizei.

Die Ange­klag­ten haben mit ihren Rechts­mit­teln die Ver­let­zung for­mel­len und mate­ri­el­len Rechts gerügt. Die Über­prü­fung durch den 6. Straf­se­nat hat kei­nen Rechts­feh­ler erge­ben. Das Ver­fah­ren vor dem Land­ge­richt ist rechts­feh­ler­frei geführt wor­den. Die von ihm getrof­fe­nen Fest­stel­lun­gen tra­gen den jewei­li­gen Schuld­spruch. Auch die Straf­aus­sprü­che sind nicht zu beanstanden.

Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Vor­in­stanz:
LG Saar­brü­cken – 1 Ks 24/20 – Urteil vom 21. Dezem­ber 2021

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