Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hofs, Nr. 55/2020, vom 12.05.2020

Urteil des Land­ge­richts Wies­ba­den im Fall “Susan­na” rechts­kräf­tig

Beschluss vom 28. April 2020 – 2 StR 25/20

Das Land­ge­richt Wies­ba­den hat den zur Tat­zeit 21 Jah­re alten Ange­klag­ten, einen ira­ki­schen Asyl­be­wer­ber, wegen Mor­des, Ver­ge­wal­ti­gung und wegen wei­te­rer schwe­rer Delik­te zu einer lebens­lan­gen Gesamt­frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt, die beson­de­re Schwe­re der Schuld fest­ge­stellt und die Unter­brin­gung des Ange­klag­ten in der Siche­rungs­ver­wah­rung vor­be­hal­ten.

Nach den Fest­stel­lun­gen der Schwur­ge­richts­kam­mer ver­ge­wal­tig­te der Ange­klag­te im April 2018 nachts in Wies­ba­den die 14-jäh­ri­ge Susan­na und erwürg­te sie anschlie­ßend, um sie so an einer Straf­an­zei­ge zu hin­dern. Nach der Tat floh er in den Irak, wo er von kur­di­schen Sicher­heits­kräf­ten fest­ge­nom­men, an Beam­te der Bun­des­po­li­zei über­ge­ben und nach Deutsch­land rück­ge­führt wur­de.

Der Ange­klag­te hat ein Ver­fah­rens­hin­der­nis wegen sei­ner Rück­füh­rung aus dem Irak gel­tend gemacht und sich im Übri­gen mit Ver­fah­rens­be­an­stan­dun­gen und der Sach­rü­ge gegen sei­ne Ver­ur­tei­lung gewandt.

Der 2. Straf­se­nat hat sei­ne Revi­si­on als unbe­grün­det ver­wor­fen. Das Urteil des Land­ge­richts ist damit rechts­kräf­tig.

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Wies­ba­den – Urteil vom 10. Juli 2019 – 2 Ks – 2234 Js 24094/18

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