BGH, Beschluss vom 19.10.2021, AZ 1 StR 330/21

Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hofs, Nr. 189/2021, vom 19.10.2021

Urteil gegen den “Wald­läu­fer von Oppenau” rechtskräftig 

Beschluss vom 6. Okto­ber 2021 – 1 StR 330/21

Das Land­ge­richt Offen­burg hat den Ange­klag­ten wegen Gei­sel­nah­me, meh­re­ren Waf­fen­de­lik­ten sowie wegen gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung und wei­te­ren Delik­ten zum Nach­teil von Poli­zei­be­am­ten zu einer Frei­heits­stra­fe von drei Jah­ren ver­ur­teilt. Nach den Fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts hielt sich der Ange­klag­te im Juli 2020 in einer im Wald in der Nähe der Gemein­de Oppenau gele­ge­nen Gar­ten­hüt­te auf. Dort hat­te er auch meh­re­re Waf­fen mit Muni­ti­on sowie waf­fen­ähn­li­che Gegen­stän­de abge­legt. Als am 12. Juli 2020 vier Poli­zei­be­am­te die Hüt­te durch­su­chen woll­ten, nahm er unter Ver­wen­dung einer Schreck­schuss­waf­fe, die einer ech­ten Schuss­waf­fe täu­schend ähn­lich sah, einen der Poli­zei­be­am­ten als Gei­sel. Ihm gelang es hier­durch, alle vier Poli­zei­be­am­ten zu ent­waff­nen und sich mit ihren gela­de­nen Dienst­waf­fen im Wald zu ver­ste­cken. Nach­dem eine Suche nach ihm mit einem Groß­auf­ge­bot der Poli­zei zunächst erfolg­los geblie­ben war, konn­te er schließ­lich am 17. Juli 2020 von einem Spe­zi­al­ein­satz­kom­man­do der Poli­zei fest­ge­nom­men wer­den. Bei der Fest­nah­me, der er sich wider­setz­te, ver­letz­te er einen Poli­zei­be­am­ten mit einer Axt am Fuß. 

Der Bun­des­ge­richts­hof hat die Revi­si­on des Ange­klag­ten als unbe­grün­det ver­wor­fen. Das Ver­fah­ren ist damit rechts­kräf­tig abgeschlossen. 

Vor­in­stanz:
LG Offen­burg – Urteil vom 19. Febru­ar 2021 – 2 KLs 504 Js 11227/20

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