BGH, Beschluss vom 28.12.2022, AZ 4 StR 304/22

Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hofs, Nr. 183/2022, vom 28.12.2022

Ver­ur­tei­lung wegen Dop­pel­mor­des bei Bie­le­feld rechtskräftig

Beschluss vom 20. Dezem­ber 2022 – 4 StR 304/22

Das Land­ge­richt Bie­le­feld hat den Ange­klag­ten am 30. März 2022 wegen Mor­des (§ 211 StGB) in zwei Fäl­len zu einer lebens­lan­gen Frei­heits­stra­fe als Gesamt­stra­fe ver­ur­teilt und die beson­de­re Schwe­re der Schuld gem. § 57a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 StGB fest­ge­stellt. Der 4. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat die Revi­si­on des Ange­klag­ten gegen das Urteil verworfen.

Nach den Urteils­fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts töte­te der Ange­klag­te am 17. Juni 2021 sei­nen Schwa­ger durch ins­ge­samt fünf Schüs­se und anschlie­ßend sei­ne von ihm getrennt leben­de Ehe­frau durch drei Schüs­se. In Bezug auf bei­de Tötun­gen bejah­te das Land­ge­richt das Mord­merk­mal der nied­ri­gen Beweg­grün­de, hin­sicht­lich der Tötung des Schwa­gers dar­über hin­aus auch das wei­te­re Mord­merk­mal der Heimtücke.

Der zustän­di­ge 4. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat die mit der Sach­rü­ge geführ­te Revi­si­on des Ange­klag­ten ver­wor­fen, da die durch das Rechts­mit­tel ver­an­lass­te Über­prü­fung des Urteils kei­nen Rechts­feh­ler zu sei­nem Nach­teil erge­ben hat. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Bie­le­feld 01 Ks – 446 Js 260/21 – 17/21

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