BGH, Beschluss vom 20.11.2020, AZ 3 StR 311/20

Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hof, Nr. 144/2020, vom 20.11.2020

Ver­ur­tei­lung wegen im Jah­re 1995 began­ge­nen Mor­des rechtskräftig 

Beschluss vom 10. Novem­ber 2020 — 3 StR 311/20

Das Land­ge­richt Osna­brück hat den Ange­klag­ten wegen Mor­des zu einer lebens­lan­gen Frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt. Der 3. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat sei­ne hier­ge­gen gerich­te­te Revi­si­on verworfen. 

Nach den von der Straf­kam­mer getrof­fe­nen Fest­stel­lun­gen woll­te sich der Ange­klag­te im August 1995 nach dem Besuch der Kir­mes in Sögel im Ems­land an einer damals 24 Jah­re alten Frau sexu­ell ver­ge­hen. Nach ihrer Flucht aus sei­nem Fahr­zeug ver­folg­te er sie auf ein Stop­pel­feld, wo das Opfer zu Boden ging. Im wei­te­ren Ver­lauf des Gesche­hens ent­wi­ckel­te der Ange­klag­te Angst vor der Ent­de­ckung sei­ner Tat. Aus die­sem Grund erdros­sel­te er die ihm kör­per­lich unter­le­ge­ne jun­ge Frau und ließ ihre Lei­che auf dem Feld zurück. 

Das Land­ge­richt hat das Gesche­hen als Mord gewer­tet und den Ange­klag­ten zu einer lebens­lan­gen Frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt. Es hat ihn unter ande­rem des­halb als über­führt ange­se­hen, weil er sei­ne DNA an der Klei­dung des Tat­op­fers hin­ter­las­sen hat­te. Dies hat­te eine sach­ver­stän­di­ge Unter­su­chung alter DNA-Extrak­te ergeben. 

Nach der Ent­schei­dung des 3. Straf­se­nats weist das land­ge­richt­li­che Urteil kei­nen Rechts­feh­ler auf. Es ist damit rechtskräftig. 

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Osna­brück — 6 Ks — 710 Js 37079/19 — 12/19 — Urteil vom 13. März 2020 

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