BGH, Beschluss vom 04.09.2023, AZ 2 StR 112/23

Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hofs, Nr. 152/2023, vom 04.09.2023

Ver­ur­tei­lung wegen Raub­über­falls auf Frank­fur­ter Opti­ker im Jah­re 1994 über­wie­gend rechtskräftig

Beschluss vom 1. August 2023 — 2 StR 112/23

Das Land­ge­richt hat den zur Tat­zeit 20 Jah­re und neun Mona­te alten Ange­klag­ten wegen Rau­bes mit Todes­fol­ge (§ 251 StGB) zu elf Jah­ren Frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt und eine Ein­zie­hungs­ent­schei­dung hin­sicht­lich der Tat­beu­te getroffen.

Nach den Fest­stel­lun­gen des Land­ge­richts über­fie­len der Ange­klag­te und ein Mit­tä­ter am 20. Janu­ar 1994 einen damals 60-jäh­ri­gen Opti­ker in des­sen Kon­takt­lin­sen­stu­dio in der Frank­fur­ter Innen­stadt. Bei dem Raub­über­fall kam das Opfer nach hef­ti­gem Wür­gen und Mes­ser­sti­chen in den Hals zu Tode. Die Täter flüch­te­ten mit 1.000 DM Bargeld.

Die Nach­prü­fung des Urteils hat zum Schuld­spruch kei­nen Rechts­feh­ler zum Nach­teil des Ange­klag­ten erge­ben. Den Straf­aus­spruch hat der Senat auf­ge­ho­ben, weil das Land­ge­richt die Bil­dung einer Gesamt­stra­fe mit einer frü­he­ren Ver­ur­tei­lung nicht erwo­gen hat. Nur in die­sem Umfang hat der Senat die Sache zur erneu­ten Prü­fung und Ent­schei­dung an das Land­ge­richt zurückverwiesen.

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Frank­furt am Main — Urteil vom 26. Juli 2022 — 5/08 KLs — 3590 Js 16479/94 (1/22)

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