Pres­se­mit­tei­lung des BFH Nr. 58/2019 vom 02.05.2019

Ver­ur­tei­lung zu lebens­lan­ger Frei­heits­stra­fe im Ber­li­ner “Tief­kühl­tru­hen-Mord” rechts­kräf­tig

Beschluss vom 16. April 2019 – 5 StR 558/18

Das Land­ge­richt Ber­lin hat den heu­te 57 Jah­re alten Ange­klag­ten wegen Mor­des in Tat­ein­heit mit Raub mit Todes­fol­ge, Urkun­den­fäl­schung in fünf Fäl­len und eines Ver­sto­ßes gegen das Waf­fen­ge­setz zu einer lebens­lan­gen Gesamt­frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt und die beson­de­re Schwe­re der Schuld fest­ge­stellt.

Nach den Fest­stel­lun­gen der Schwur­ge­richts­kam­mer erschoss der Ange­klag­te kurz vor Sil­ves­ter 2006 sei­nen ehe­ma­li­gen Nach­barn in des­sen Woh­nung in Ber­lin-Prenz­lau­er Berg, um sich neben Bar­geld und ande­ren Ver­mö­gens­wer­ten die Ren­te des 80 Jah­re alten allein­ste­hen­den Opfers von zuletzt rund 2.000 Euro monat­lich zu ver­schaf­fen. Um die Tat zu ver­de­cken und mög­lichst lan­ge finan­zi­ell von ihr zu pro­fi­tie­ren, zer­teil­te er den Leich­nam und lager­te ihn in einer dafür ange­schaff­ten Tief­kühl­tru­he. Zudem ver­schick­te er unter dem Namen des Getö­te­ten Schrei­ben an das Finanz­amt und die Haus­ver­wal­tung. Erst im Janu­ar 2017 wur­de die Tat ent­deckt.

Der 5. (Leip­zi­ger) Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat die gegen die­ses Urteil gerich­te­te Revi­si­on des Ange­klag­ten ent­spre­chend dem Antrag des Gene­ral­bun­des­an­walts als offen­sicht­lich unbe­grün­det ver­wor­fen. Das Urteil des Land­ge­richts Ber­lin ist damit rechts­kräf­tig.

Beschluss vom 16. April 2019 – 5 StR 558/18

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Ber­lin – Urteil vom 18. April 2018 — (504 KLs) 234 Js 30/17 (7/17)

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2019&Sort=3&nr=95145&pos=0&anz=58