BGH, Beschluss vom 09.06.2021, AZ 2 StR 405/20

Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­ge­richts­hofs, Nr. 105/2021, vom 09.06.2021

Ver­ur­tei­lung zu lebens­lan­ger Frei­heits­stra­fe nach heim­tü­cki­scher Tötung einer Geschäfts­part­ne­rin aus Hab­gier rechtskräftig 

Beschluss vom 27. Mai 2021 – 2 StR 405/20

Der Ange­klag­te wur­de durch Urteil des Land­ge­richts Frank­furt am Main vom 16. März 2020 wegen Mor­des u.a. zu einer lebens­lan­gen Frei­heits­stra­fe als Gesamtstrafe 

ver­ur­teilt.

Nach den vom Land­ge­richt getrof­fe­nen Fest­stel­lun­gen töte­te der zur Tat­zeit 50-jäh­ri­ge Ange­klag­te, ein Sze­ne-Gas­tro­nom aus Frank­furt am Main, am 8. Mai 2018 im Nid­da-Park sei­ne 29-jäh­ri­ge Geschäfts­part­ne­rin mit einer Viel­zahl von Mes­ser­sti­chen unter Aus­nut­zung ihrer Arg- und Wehr­lo­sig­keit. Die Tat beging er, um sich von einer Zah­lungs­for­de­rung des Tat­op­fers zu befreien. 

Der Ange­klag­te hat­te zuvor bun­des­wei­te Auf­merk­sam­keit erlangt, weil er wahr­heits­wid­rig behaup­tet hat­te, in der Sil­ves­ter­nacht 2016/2017 sei ein sog. “Sex-Mob” aus jun­gen ara­bisch­stäm­mi­gen Asyl­su­chen­den in einer von ihm geführ­ten Bar in Frank­furt am Main auf­fäl­lig gewor­den und habe Frau­en belästigt. 

Der Ange­klag­te hat mit sei­ner Revi­si­on Ver­fah­rens­män­gel gel­tend gemacht und die feh­ler­haf­te Anwen­dung mate­ri­el­len Rechts gerügt. Die revi­si­ons­recht­li­che Über­prü­fung durch den 2. Straf­se­nat hat jedoch kei­nen Rechts­feh­ler erge­ben. Der Senat hat des­halb die Revi­si­on im Ein­klang mit dem Antrag des Gene­ral­bun­des­an­walts durch ein­stim­mi­gen Beschluss ver­wor­fen. Das Urteil ist damit rechtskräftig. 

Vor­in­stanz:
Land­ge­richt Frank­furt am Main – Urteil vom 16. März 2020 – 5/21 Ks – 3690 Js 225352/18 (5/19)

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