, Beschluss vom 20.11.2019

a)Für die Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand ist die ver­säum­te Pro­zess­hand­lung in der für sie vor­ge­schrie­be­nen Form nach­zu­ho­len. Hat es der Rechts­mit­tel-füh­rer ver­säumt, eine unter­schrie­be­ne und damit wirk­sa­me Rechts­mit­tel­be­grün­dung ein­zu­rei­chen, hat er somit bis zum Ablauf der Wie­der­ein­set­zungs­frist einen unter­schrie­be­nen Begrün­dungs­schrift­satz nach­zu­rei­chen.

b)Die Recht­spre­chung zur aus­nahms­wei­sen Wirk­sam­keit nicht unter­zeich­ne­ter Rechts­mit­tel­be­grün­dungs­schrif­ten (Senats­be­schlüs­se vom 15. Juni 2004 ‑VIZB 9/04, VersR 2005, 136, 137, juris Rn. 4; vom 9. Dezem­ber 2003 ‑VI ZB 46/03, juris Rn. 4; BGH, Urteil vom 10. Mai 2005 ‑XI ZR 128/04, NJW 2005, 2086, 2088, juris Rn. 20 f.; Beschlüs­se vom 26. Okto­ber 2011 ‑IV ZB 9/11, juris Rn. 6, 11; vom 20.März 1986 ‑VII ZB 21/85, BGHZ 97, 251, 254, juris Rn. 14) ist auf die Nach­ho­lung einer Beru­fungs­be­grün­dung im Zusam­men­hang mit einem Wie­der­ein­set­zungs­an­trag nach Ein­rei­chung einer man­gels Unter­zeich­nung unwirk­sa­men Begrün­dung nicht über­trag­bar.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&Seite=3&nr=101387&pos=110&anz=516